04. Spieltag – SG Darscheid II – FC Kirchweiler II (2:1)

04. Spieltag – SG Darscheid II – FC Kirchweiler II (2:1)

Arbeitssieg im Flutlicht

Mehren. Freitag. Flutlicht. Kreisliga D, Kirchweiler, Heimspiel! Es sind Worte, die eigentlich sinngemäß das „Ja, ich will“ bei einer Trauung ersetzen. An jenem launigen Septemberabend war es der Höhepunkt der normalen Arbeitswoche und für die spielenden Studenten der erste Arbeitsnachweis seit dem letzten Auswärtsspiel. In einer Woche, in der nicht nur Klaus Augenthaler 60 wurde, sondern auch DSDS-Legende Menowin Fröhlich zum fünften Mal Vater werden sollte, in eben dieser Woche gabs endlich noch einen Klassiker am frühen Abend. Oder wie Bruno Banani sagen würde: „It separates the boys from the men!“

Gegner diesmal: Der FC Kirchweiler II. Aufgrund von Personalengpässen des Gegners wurde dieses um eine Woche verlegt. Beide Teams waren punktlos in den Spielbetrieb gestartet. Der ehemalige Serienmeister aus dem malerischen Kirchweiler war immer ein Garant für spannende Spiele, wenngleich sie die Liga in den letzten Jahren dominierten. Doch auch sie waren glücklos gestartet und so war es für beide Mannschaften ein schon richtungsweisendes Spiel, welches nicht verloren gehen sollte.

Nach der eigenen Auftaktniederlage in Rengen war ein gewisser Druck im Raum anwesend und das gegen einen Gegner, den man seit 2012 nicht mehr besiegen konnte. Es war ein wenig wie auf dem Weg in den Sommerurlaub, ein Gefühl der Vorfreude für den 8-jährigen Border Collie Bronko. Jener Familienhund, welcher sich naiv mit einer neuen Leine an eine Leitplanke gen Süden an der A8 anbinden ließ, mit der überzeugten Hoffnung: Bald kommen sie wieder und holen mich mit! Bronko wurde leider nicht mehr geholt; also stellte sich an diesem Abend nur eine Frage: Konnten wir endlich was holen?

Wie immer wusste einer vorab die richtige Antwort: Trainer Markus Fandel. Jener Mann, der während der Ölkrise 1973 so souverän über die sonntäglich leere Autobahn flanierte und Beckenbauer 1990 im Olympiastadion von Rom dazu animierte, es nach dem WM-Sieg ebenso zu tun, als er gedankenverloren Richtung Eifel blickte, mit den Fingern ein Herz des Dankes bastelte und über den Rasen schlenderte. Der Taktikexperte konnte diesmal auf seine nun gewohnte Defensive setzen: Flankiert von Achim Peters und Leon Schüler, bildeten Rene Schneider und Flo Papberg erneut das abgeklärte, körperlich präsente Innenverteidiger-Duo. Letzterer war die Woche zuvor extra wegen einer Spielerbeobachtung nach Wien gereist, um sein Defensivverhalten weiter zu verbessern. Trauriger Höhepunkt war dabei jedoch die verletzungsbedingte Auswechslung des wahrscheinlich besten, noch aktiven Innenverteidigers der Welt: Heiko „HW4“ Westermann und somit reduzierte sich die die Weiterbildung auf 41 Minuten.

Im Tor wurde Nachwuchsbengel Elle Engels eine Pause gegönnt, weswegen Marc Schreiber das Tor hüten dürfte. Auch auf den Außen vertraute Fandel dem Nachwuchs, ließ Daniel Schmitz und Yannik „Fitnesssalat“ Weber von der Leine. In der Mitte sollten die beiden Alphatiere Pippo Schüller und Siggi Alberg dicht machen. Jene, welche sich vor jedem Spiel gegenseitig pushen, Kapitän gegen Stellvertreter, ein Duell epischen Ausmaßes um die interne Torjägerkanone und teils eben schmutzig fernab jeglicher gesellschaftlicher Werte und Normen. Eben wie eine unfair geführte Diskussion zwischen Ernie und Bert oder eins der berühmten Rangeleien zwischen Bambi und Klopfer. Vorne war es wieder den beiden Rückkehrern Yannick Esser und Thomas Umbach vorbehalten für Torgefahr zu sorgen. Nach Verletzungspause und Sabbat-Jahr waren beide wie selbstverständlich in den Kader und in die Stammelf zurückgekehrt und Umbach ließ schon im ersten Saisonspiel mit einem Tor aufhorchen.

Taktisch hatte Fandel seine Mannen gut eingestellt, wenngleich die Trainingsbeteiligung vorab hätte besser sein können. Nach einer regungslosen, aber emotional-intensiven Kabinenansprache durch Esser, bat Spielleiter Manfred Lenzen pünktlich um 19:30 Uhr aus dem Spielertunnel, um die die Einlaufkür durchzuführen. Anstoß Kirchweiler mit einem leistungsgerechten 0:0. Die Abwehr hatte sich gerade sortiert, als Daniel Schmitz sich mit der ersten Kombination über links den Laufweg vornahm, mehrere Verteidiger auswackelte und letztlich überlegt aus spitzem, kurzen Winkel am Torhüter scheiterte. Ein durchaus geiler Beginn, doch über die Jahre war Kirchweiler als spielstarkes Team bekannt, welche mit gepflegten Passspiel aufwarten konnte und nach dem verpatzen Saisonstart zeigen wollte, was man immer noch konnte. So lief die Minute 8, als man sich durchs Zentrum tanzte und Gottstein aus 20 Metern den Ball Richtung Heimgehäuse strahlte. Doch wie im weiteren Verlauf so oft, war der sichere Rückhalt Marc Schreiber auf dem Posten.

Defensiv versuchte man deutlich höher zu stehen als sonst, was für Kirchweiler und insbesondere deren Mittelstürmer Weber den ein oder anderen Raum bei langen Bällen schaffen sollte. Die Gäste zogen nun immer mehr ein Powerplay auf. Bezeichnend dazu die Minute 17: Erneut tankte man sich über die Außen durch, und raunte den Ball vom Sechszehnereck Richtung Tor. Leon Schüler war mit dieser Abendplanung nicht ganz so einverstanden und radelte sein Bein dazwischen. Der Ball wurde immer länger und senkte sich auf die Latte.

Nur zwei Minuten später setzte Kirchweiler nach. Ein tiefer Pass aus der eigenen Hälfte wurde unglücklich vom Schiedsrichter abgefälscht und spritzte in den Fuß und in den Lauf von Weber. Dieser schaute Schreiber aus und schlenzte die runde Naht aus 22 Metern an die Latte. Der Rückstand lag in der Luft, wie ein Klostein im Urinal, es wurde intensiver. Mit Glück bewahrte man sich vor dem ersten Nackenschlag, auch wenn sich das Ergebnis gerade jetzt genauso falsch anfühlte, wie eine Affäre auf der Rückbank von Vaters 92er Opel Kadett, kurz nachdem dieser ihn professionell aufbereitet hatte. Bezeichnend.

Erneut war es Capitano Siggi Alberg, der nun vorangehen wollte und den gegnerischen Keeper mit einer traditionellen Bogenlampe aus 30 Metern prüfte. Mehren wurde nun stärker. Ungeduldig wartete Esser bis zur Minute 26, um den Spielverlauf etwas auf den Kopf zu stellen. Mit der stoischen Sicherheit eines Heranwachsenden, der für ein Glas warme Milch mit Honig ohne zu murren spätabends den Müll rausbringt, ließ sich dieser am 16er anspielen, im Sinne eines Busfahrers seinen Gegenspieler aussteigen und schwärmte den Ball sensibel in den Winkel. 1:0! Dieser Mann, welcher in der ersten Mannschaft sein Lehrgeld verdiente und sein herausragendes Können in 1gg.1 Duellen in einem albanischen Hinterhof gegen eine zufällig anwesende Abiklasse aus Chemnitz perfektioniert haben soll, eben jener ebnete den Weg für den ersehnten Sieg.

Dies sollte nun Sicherheit geben, obgleich Kirchweiler gefährlich blieb und immer wieder die Lücken suchte und in die eigene Hälfte eindrang. Über ein sicheres Passspiel und defensive Stärke versuchte Mehren nun immer mehr das Spiel zu kontrollieren. Jedoch war man noch zu oft einen Schritt zu spät am Gegenspieler. Zudem agierten diese sehr beweglich im Zentrum und schafften es immer wieder Räume zu reißen und die Lücken im eigenen Verbund zu finden. Kurz danach kam es dann zu einem kleinen Eklat, mit bangen Blicken schweiften die Blicke der Zuschauer über das saftige Grün, hinein in den Wald, zu den Umkleiden, zu den Toiletten. Nach einem Foul an Schmitz an der Strafraumgrenze stand das Spiel durch Lenzen kurz vor dem Abbruch. Was war passiert? Schmitz tankte sich durch die gegnerische Hälfte, wie ein Geschäftsmann an Aral und wurde in hohem Tempo auf die grüne Matratze gelegt. Lenzen konnte jedoch nicht den Rudelführer des Fouls identifizieren. Somit hatte Kirchweiler 30 Sekunden Zeit, den „Man of the Match“ zu küren. Nach nervenaufreibenden 12,8 Sekunden war es Theisen, der Verantwortung für sein Tun übernahm und sich die gelbe Karte zeigen ließ. Somit konnte das Spiel mit Freistoß Mehren weiter gehen. In dieser weiteren Drangphase übernahm nun wieder der Kapitän die Verantwortung.

Wir schreiben Minute 44, kurz vor der Halbzeit. Kirchweiler drückt, Mehren baut das Spiel von hinten heraus auf und spielt Siggi Alberg am Mittelkreis frei. Statt den sicheren Querpass oder den altmodischen Rückpass, wählt dieser die Marke Traumpass, ein Gemälde des modernen Fußballs. Einer dieser Bälle, die im DFB-Fußballmobil ganz hinten auf der Ladefläche dösen, weil man es nur den Großen, den Besten beibringen möchte. Mit einer Körpertäuschung lässt er seinen Gegenspieler stehen, wirft anerkennend einen Blick Richtung Übungsleiter, fragt besorgt seinen Gegenspieler „Können wir danach trotzdem Freunde bleiben?“ und streichelt einen langen Ball durch eine eigentlich nicht vorhandene Lücke in das Sprunggelenk von Daniel Schmitz. Dieser haucht das Leder im Lauf gefühlskalt mit und schlenzt den Lederballon halblinks am Torwart vorbei in die Netzstruktur. 2:0.

Ein Tor zum richtigen Zeitpunkt, erneut in einer Drangphase. Albergs Pass erquickte dabei die Zuschauer; wäre dieser Pass eines dieser knusprigen Kaiserbrötchen, die Bäckerinnung hätte es mit Gold prämiert und als Akademiker oder Single mit Niveau bei Elitepartner angemeldet. Kurz danach pfiff Lenzen zur Pause. Eine durchaus nicht unverdiente Führung, da man alles in allem das effizientere Team war, auch wenn Kirchweiler spielerisch sicherlich überlegen und stets gefährlich war. Aufgrund einiger Lücken und teils mangelhaften Zweikampfverhaltens, da man zu schnell in den Zweikampf ging, war die Führung sicherlich auch glücklich, da sich Kirchweiler sehr beweglich zeigte. Zudem hatte man in Schreiber und dem Aluminiumgestänge zwei starke Rückhalte, welche eine 2-Tore-Führung begünstigten. Noch in der Halbzeit mahnte Fandel zu mehr Umsicht, auch ihm blieb die Zweikampfstruktur seiner Mannschaft nicht verborgen. Mit beruhigendem Lob bat er sein Team wieder raus, 45 Minuten Kampf und Anstrengung standen noch bevor.

Ein kleiner Schock noch zur Halbzeit, Esser meldete in der Halbzeit eine Verletzung an und offenbarte der Mannschaft, dass seine kleine Reise hier vorerst beendet ist. Fandel reagierte und schickte den ebenfalls angeschlagenen Neuzugang Fabian Michels auf die Sportanlage zum Mitkicken. Wie erwartet begann Kirchweiler in Halbzeit zwei direkt mit einem gehörigen Druckgefühl und suchte die Offensive bei diesem Rückstand. Immer wieder wurde variabel getauscht und man rückte ebenso überfallartig vors Tor. Selbst wenn heute die Abstöße von Flo Papberg weniger streuten als ein Pfund Rasendünger im Stadtpark, so waren seine langen Freistöße in die Box eher der Marke Durchfall nach einem Dorffest zuzurechnen: Man selbst fühlt die Entspannung kommen, aber erntet nur ein ungemütliches Spritzgebäck. Somit kam man auch hier nicht zur Entlastung und zu Torchancen.

Die Zeit schritt immer weiter voran, immer mehr Vorfreude stieg empor über einen möglichen Sieg gegen den vermeintlichen Angstgegner, doch kam genau jene Ernüchterung, die den Autor an diesen lauen Spätherbstabend 1995 erinnern sollte. Voller Freude hörte man das Klingeln des Eiswagens, rannte den Bürgersteig entlang, während dieser dreist vorbei und gen Abendhimmel fuhr; oder wie es einst der Kicker schrieb: Anschlusstreffer! Minute 57, eine Ecke wird letztlich von der hauseigenen Defensive im Nachgang ungenügend geklärt und nun sollte Hubert Runge die Minute prägen, wie der Eiswagen damals den Abend. Gekonnt nahm er den Abpraller aus 18 Metern volley und ließ ihn über den Außenrist rutschen, um ihn gekonnt formstabil durch die Menschenmenge ins lange Eck zu prügeln. 2:1. Ein durchaus schöner Treffer und der verdiente Anschluss für Kirchweiler.

Diese drückten nun weiter, verschoben offensiv immer wieder die Positionen und setzten nun alles auf eine Karte, rückten immer wieder in Überzahl auf. Defensiv schien man teilweise etwas überfordert, da nun selten der Zugriff gelang und Kirchweiler immer wieder gefährliche Konter inszenierte. Dabei hatte man Glück, dass der Schiedsrichter nicht (fälschlicherweise) nach einem Zweikampf zwischen Janz und Papberg auf Elfmeter entschied, was jedoch letztlich die völlig richtige Entscheidung war. Durch das hastige Angreifen lud man Kirchweiler mehrfach zu Sololäufen ein und so erntedankte man ihnen alleine 4 Freistöße an der Strafraumgrenze, als man den Gegner teilweise nur im Verbund unfair stoppen konnte. Spätestens ab Minute 69 schaffte man es kaum noch für Entlastung zu sorgen. Bezeichnend dafür der Auftritt eines gegnerischen Spielers, der sich wie die Backstreet Boys durch die Menge tanzte und erst am Fünfer durch die defensive Security gestoppt wurde. Zwischendurch wurde es dann intensiver, ruppiger; es wirkte ein wenig wie die Trennung eines Studentenpaares. Etwas häusliche Gewalt, ein paar Vorwürfe, viel Schmutzwäsche und das mit bedingtem Happy End. So wurde es kurz rudelig, als Hens mit gestreckten Bein und offener Sohle in Alberg rein sprang und dieser sich nur durch einen Sprung vor wochenlangen Schmerzen retten konnte. Nach einem verbalen Nachtreten wurde es kurz etwas körperlich und letztlich hatte man Glück, dass Alberg noch mit seinen Jungs mitspielen dürfte, auch wenn die Grätsche selbst bei ungehindertem Verlauf schon einen dunkelgelben bis roten Kartonausschnitt verdient hätte.

Fandel brachte sich nun selbst. Er wollte, er brauchte, er suchte Entlastung und wusste: Hier braucht es nun Erfahrung, den modischen Mann Anfang 50 mit Laufstärke und dem richtigen Gefühl für den passenden Zeitpunkt, um taktische Fouls zu ziehen. Ein wenig wie früher in der Schule Kreide holen, eben Alltag. Der agile Daniel Schmitz, der vermutlich beste Mann an diesem Tag, trieb dabei immer wieder Konter über seine linke Seite, um ab und zu die Defensive zu entlasten. Wie in Minute 85 – mit langem Ball schickte man den unbekümmerten Kerl auf die Reise, tanzte in das Kreideeck und verzog knapp. Nur zwei Minuten später war es erneut Schmitz, der gedankenschnell und demütig für seinen Coach auflegte, doch auch dieser verpasste mit dem 3:1 den Deckel auf die Kanne zu schrauben. Wenngleich Kirchweiler die Gastgeber hinten reindrängte, so sorgte Michels nochmals für einen Aufreger, als er einen Querpass zunächst zu weit vorlegte, ihn jedoch dann unter dem heraus eilenden Torwart durchsteckte und von diesem gelegt wurde. Elfmeter? Eine durchaus diskussionswürdige Entscheidung, doch der Pfiff blieb aus. Doch das Spiel war noch nicht aus, es folgte die 91. Minute. Geht da noch was? Erneut drängelte sich Kirchweiler in den Vordergrund und holte einen Freistoß auf die kleine Bühne. 18 Meter Torentfernung! Doch letztlich strich der Ball übers Tor. Nach 92 Minuten war Schluss. Ende. Aus. 2:1 Heimsieg!

Es war eines dieser Spiele, bei denen man nach dem Spiel den Zuschauern ein paar Kabineninterna erzählt, seine Eltern anruft und schwört, man habe sich Mühe zu geben, um letztlich angetrunken nach Hause zu gehen, den Gratis-Teddy aus der Müsli-Packung zu umarmen und mit dem Gefühl einzuschlafen, als wäre man ein Vorwerk-Vertreter, der es so lange an der Haustür versucht, bis er endlich seinen Staubsauger verkauft. Bezeichnend? Einfach nur menschlich! Für das Happy End sorgte letztlich noch das Team aus Kirchweiler, welcher fair und dankbar auf die Spielverlegung regierte und ein Gastgeschenk aus dem Hause Bitburger bereit stellte.

Fazit: Drei Punkte der Kategorie Arbeitssieg, und alles in allem sicher glücklich! Kirchweiler dominierte spielerisch, traf aber auf einen Heimgegner, der seine Chancen effizient nutzte und hinten mit Glück und Geschick verteidigte und besonders in der zweiten Hälfte auch den nötigen Kampf zeigte. Nach Chancen wäre für Kirchweiler sicher mindestens ein Unentschieden verdient gewesen, insbesondere wenn man die beiden Lattentreffer vor dem 1:0 betrachtet.

Zusammengefasst konnte man sich über den ersten Sieg seit 5 Jahren gegen eine starke Kirchweiler Mannschaft freuen, die in der 2. Halbzeit volles Risiko gingen. Trotz des Sieges wurden uns erneut unsere derzeitigen Schwächen aufgezeigt. So hätte man mindestens einen der Konter zum 3:1 verwerten können und müssen. Das größte Problem bleibt jedoch das Defensivverhalten. Immer noch stimmen nicht immer die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen und zu oft wirkt man unkonzentriert. Gerade an diesem Abend lud man Kirchweiler ein, indem man völlig ungestüm direkt auf den Mann ging und sich unzählige Male mit einer einfachen Körpertäuschung aussteigen ließ. Bei dem Kader, sollte er bald einmal komplett sein, kann man jedoch zuversichtlich sein, dass sich das bald verbessern wird. Ein Team aus teils beeindruckenden Einzelkönnern, gepaart mit erfahrenem Personal. Allein der BILD-Note 1 Auftritt von Schmitz unterlegt das. Zudem hatte man in Marc Schreiber einen sicheren, souveränen Rückhalt und hat vorne mit Thomas Umbach einen klassischen, technischen versierten Stürmer zurückgewonnen. Bei komplettem Kader hat man nun zudem auch die nötige Breite. So konnte es sich Fandel erlauben, seinen Neuzugang Lukas „Rostisch“ Wagner noch auf der Bank zu lassen. Einer der Spieler, wo neutrale Kritiker bereits frohlockten, dass dieser vor jedem Spiel, möglicherweise aufgrund seiner Haarfarbe, auf einen Einsatz brennen würde. Ein stabiler, umsichtiger Defensivstratege, der dem Team noch kurzfristig helfen kann. Zudem ist man traditionell auch von dem einen oder anderen Verletzten geplagt.

Ausblick: Nach dem Spiel in Nohn vom letzten Sonntag (2:2) steht nun am Sonntag das nächste Heimspiel auf dem Plan. Diesmal gegen die Zweitvertretung aus Üdersdorf. Nach vier Punkten aus drei Spielen trifft man nun auf einen Tabellennachbarn, welcher gegen Kelberg und Wiesbaum herbe Niederlagen einstecken musste. Wie wenig das zu sagen hat, hat das Spiel in Nohn am Wochenende gezeigt. So trifft man auf eine Mannschaft, die sicherlich die ein oder andere spielerische Komponente in den Einkaufswagen legt, aber in den letzten Duellen auch immer sehr kampfbetont zu Werke ging und dabei nicht zimperlich war. Somit ist man, wie jedes Mal, gewarnt diesen Kampf anzunehmen. Gerade deswegen freuen sich die anreisenden Spieler auf Fans, Bewunderer, Gönner und Verehrer, die bei Speis und Trank den Herbst in der Natur einläuten und dabei gerne 90 Minuten den allseits beliebten Lederfreund begutachten wollen. Parkplätze, Toiletten und befestigte Gehwege stehen in ausreichender Anzahl und bestem Zustand zu Genüge zur Verfügung – oder wie man umgangssprachlich sagt: Für ihr leibliches Wohl ist stets bestens gesorgt. (Florian Papberg)

By | 2017-10-27T11:13:57+00:00 September 28th, 2017|Spielberichte Zweite|0 Comments

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