| 7. Spieltag - DJK Kelberg II - SG Darscheid/M II 2:1 (1:0) |
|
|
Grausamer geht es nichtBongard. Die zuletzt eingefahrenen Negativergebnisse sollten nach der Partie in Bongard gegen Kelberg II möglichst der Vergangenheit angehören. Die Heimelf die in der Vorwoche gegen die Zweite aus Brück-Dreis ihren ersten Saisonsieg feiern und damit Selbstvertrauen tanken konnte, wollte gegen uns natürlich ebenfalls etwas Zählbares holen. Eine schöne Partie würde es nicht werden. Das war uns schon vor der Begegnung und in der gesamten Trainingswoche klar. Gegen solche Mannschaften muss man einfach nur gewinnen, egal wie. Doch erwies sich Kelberg als nächster Stolperstein für unsere Truppe. Von Beginn weg ging nichts, gar nichts. Hatte uns der Trainer vor dem Spiel noch eindringlich gewarnt und uns geraten einfach unsere Art Fußball zu spielen, waren die Worte spätestens mit dem Anpfiff verpufft. Kelberg wartete anfangs auf eine Reaktion unsererseits. Doch als diese merkten, dass von uns absolut nichts kam nahm das Unheil seinen Lauf. Ich persönlich kann mich nicht daran erinnern wann ich ein zuletzt solch grausames Fußballspiel gesehen habe, welches größtenteils noch nicht einmal der D-Klasse würdig war. Die Heimelf war schlecht, ohne respektlos sein zu wollen. Doch wir brachten das Kunststück fertig noch schlechter zu spielen. Auf dem trockenen und sehr harten Hartplatz entwickelte sich ein Spiel mit einer immens hohen Fehlpassquote auf beiden Seiten. Als es mit Flachpässen auf unserer Seite nicht funktionierte, da die beschriebene Fehlpassquote exorbitant hoch war, versuchten wir es mit hohen Bällen in die Spitze. Die Raumaufteilung in den Mannschaftsteilen war an diesem Tage äußerst schwach und so erlebten die Anwesenden zumindest von unserer Elf die weitaus schlechteste Saisonleistung, die wir in dieser Art und Weise hoffentlich für den Rest der Runde nicht mehr erleben werden. Zu Beginn hatte Justin Kessler noch ein gutes Auge bewiesen und Chris Schmalz scheiterte leider am Torhüter. Doch lief in der Folge nichts mehr zusammen. Keine der beiden Mannschaften konnte über einen längeren Zeitraum den Ball in den eigenen Reihen halten. Mit ein wenig mehr Konzentration und vor allem Kampfgeist hätte das Spiel auch darüber zu unseren Gunsten entschieden werden können. Doch fehlte selbst diese Tugend über die meiste Zeit des Spiels. Mit dieser schlechten Darbietung auf beiden Seiten reihte sich der Schiedsrichter nahtlos ein. Natürlich sollte man eine schlechte Leistung niemals am Schiedsrichter festmachen. Selbst mit einem Weltklassemann hätten wir an diesem Tage nicht gewonnen. Doch war die Leistung des Mannes in grün auf dem gleichen Niveau wie das Spiel – unterirdisch. In der 25. Minute fand ein hoher langer Ball einmal den Lauf von Christian Schmalz, der den Ball am Sechszehner erlaufen konnte. Der Torhüter kam zu spät und es blieb ihm keine andere Möglichkeit als Chris zu foulen. Letzter Mann – rote Karte. Aber nicht an diesem Tage. So wurde das Foul lediglich mit einem Freistoß und einer gelben Karte bestraft. Zu allem Überfluss gingen wir in der 37. Minute aus dem Nichts in Rückstand. Ein langer Ball wurde leicht von Kevin Thönnes mit dem Kopf verlängert, unserem Keeper rutschte der Ball aus den Armen und im Nachsetzen schob ein Kelberger Spieler zur Führung ein. Mit hängenden Köpfen ging es in die Kabine. Nach dem Pausentee kehrten wir ein wenig mutiger und entschlossener auf den Platz zurück und nahmen den Kampf auf. So konnten wir mit der ersten wirklich gut herausgespielten Aktion den Ausgleich erzielen, als nach schöner Vorarbeit im Mittelfeld Christian Schmalz in die Lücke vorstieß und den Ball in die Maschen unterbrachte (56.). Wer nun jedoch auf Besserung gehofft hatte wurde leider enttäuscht. Kurz darauf war das Spiel so zerfahren wie zuvor. Wir bemühten uns Fußball zu spielen, scheiterten dabei jedoch kläglich, während Kelberg mit langen Bällen versuchte offensiv etwas zustande zu bringen. Eine gute Chance bot sich diesen dabei, doch konnten wir in letzter Not vor dem Sechszehner klären. Zwar spielten wir nun mit etwas Oberwasser, machten uns durch weiterhin viele unnötige Fehlpässe und Ballverlusten das Leben selbst schwer und so verpufften die Angriffsbemühungen meist schon im Ansatz. Als bei beiden Mannschaften gerade wieder einmal nichts zusammenlief erzielte die Heimelf das Tor des Tages. Unsere Abwehr war herausgerückt und komplett auf Höhe des Mittelkreises, als ein hoher Ball rechts hinaus gedroschen wurde. Gleich drei Kelberger standen aktiv im Abseits, zwei in der Mitte passiv. Jeder auf dem Sportplatz hatte diese Situation sicherlich richtig erkannt, nur der Schiri nicht. Er ließ das Spiel weiterlaufen, der Ball wurde nach vorne abgefälscht, fand einen Kelberger in der Mitte und dieser spitzte das Leder mit der Picke über unseren Torhüter hinüber. Lautstarke Proteste halfen natürlich nichts, wir gerieten in Rückstand (72.). Bis zum Schlusspfiff warfen wir alles nach vorne. Doch leider verpufften die Angriffe und wir rannten ideenlos bis vor das gegnerische Tor. Eine strittige Situation gab es noch mit dem Schlusspfiff, als Daniel Schmitz auf der Strafraumlinie gefoult wurde, der Schiedsrichter dieses aber nach außerhalb verlegte. Fazit: Ein Fußballspiel, welches mit „spielen“ nichts zu tun hatte. An diesem Tage begegneten sich beide Mannschaften auf Thekenmannschaftsniveau. An für sich hätte das Spiel keinen Sieger verdient gehabt. Auch kann man die Niederlage letztlich nicht am Schiedsrichter festmachen, da wir uns einfach sehr dämlich angestellt haben und all das vermissen ließen, was wir normalerweise spielen können. Stattdessen passten wir uns dem Spiel der Heimelf komplett an. Mit dem Unterschied, dass diese es gewohnt sind so zu spielen und solche Spiele dann eben auch gewinnen. Doch hätte man ohne Frage den einen Punkt mitnehmen müssen, der uns ganz klar mit einer krassen Fehlentscheidung geklaut wurde. Es spielten: Kevin Fandel – Peter Franzen, Markus Fandel, Kevin Thönnes, Erik Diederichs – Matthias Pürling, Daniel Schmitz, Michael Hallfell, Justin Kessler – Christian Schmalz, Michael Reicherz 1:1 Christian Schmalz (56.) Wechsel: 50. Benedikt Umbach für Matthias Pürling 55. Mark Hallfell für Erik Diederichs 55. Daniel Schmidt für Daniel Schmitz 85. Daniel Schmitz für Michael Reicherz |

