| 12. Spieltag - SG Darscheid/M II – FC Kirchweiler II 1:3 (0:2) |
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Rabenschwarzer TagDarscheid. Sieben Spiele ohne Sieg sind auch eine Serie - wenn auch leider nur eine sehr negative. So ging es die letzten Wochen logischerweise stetig bergab in der Tabelle. Schlecht gespielt wurde oft aber nicht immer. Größtenteils bringt sich die Zweite leider selbst um die Punkte, indem man sich vom Gegner das Spiel aufzwingen lässt ohne an die eigenen Stärken zu glauben und diese auch versucht in die Tat umzusetzen. Jede Serie hat jedoch mal ein Ende und so sollte gegen Kirchweiler endlich wieder einmal ein Sieg her. Schließlich ist man vor dem Spiel in der Heimat noch ungeschlagen gewesen und zumindest diese positive Bilanz sollte weiterhin Bestand haben, zeigten sich die Gäste bisher doch sehr launisch in ihrer Punkteausbeute. In den ersten Minuten konnte man sehen, dass sich unsere Elf einiges vorgenommen hatte. Der Ball lief gut und sicher im Mittelfeld und die einzelnen Stationen wurden schnell überbrückt, so dass man den Gegner laufen ließ und schnell zum Angriff umschalten konnte. Mit einigen knappen und sicher nicht immer korrekten Abseitsentscheidungen hatten die Gäste zu Beginn Glück so nicht in Rückstand geraten zu sein. Diese standen sehr hoch und breit, so dass sich hier immer wieder der nötige Raum für Aktionen nach vorne bot. Die Gäste spürten schon nach kurzer Zeit, dass es kaum möglich wird spielerisch mitzuhalten, da wir zu Beginn endlich wieder einmal unsere spielerische Stärke zur Entfaltung bringen sollten. So ging schon nach rund zehn Minuten mit Körpereinsatz meist über dem Erlaubten ordentlich zur Sache. Diese ersten rustikalen Foulspiele waren der Auftakt für eine immens hart geführte Partie der Gäste, die dem sehr schwachen Schiedsrichter von Minute zu Minute immer mehr entglitt. Trotz der harten Gangart darf man nicht darüber hinwegsehen, dass unsere Elf sich an diesem Tag wieder einmal selbst das Leben schwer machte. Spielerisch limitiert gab es bei der Reserve aus Kirchweiler nur ein Mittel. Lange hohe Bälle auf den Stürmer. Immer und immer wieder das gleiche Muster. So kam es wie es kommen musste – der Rückstand war perfekt. In der 18. Minute schlugen die Gäste einen langen Ball nach vorne. Dieser wurde verlängert und ging durch Außen- und Innenverteidiger hindurch. Leider trat Thorsten Schmitz dabei auch noch am Ball vorbei so dass der Angreifer zwölf Meter vor dem Tor in halblinker Position an Kevin Fandel vorbei einschob. Unnötig wie ein Kropf und wieder einmal die Bestätigung, dass irgendwie immer etwas schief läuft. So ließen wir einige Minuten die Köpfe hängen, da unsere Mannen schließlich selbst ganz nah am Führungstor dran waren. Doch hatten wir uns relativ schnell wieder gefangen und hatten die Chance zum Ausgleich. Leider vergaben Chris Schmalz und Rafael Sopoth aus aussichtsreicher Position. Das Spiel wurde weiterhin hart geführt. Fast jede Offensivaktion, die mit schnellem Spiel oder Doppelpässen einhergingen, wurde von Kirchweiler mit einem Foulspiel unterbunden. Wenn nötig setzte man die Grätsche an, die nur selten den Ball zuerst fanden. Mit dem gelben Karton oder nötigen Worten vom Schiedsrichter wurden diese Aktionen jedoch nicht unterbunden und bestraft. Zu allem Überfluss machten wir uns das Leben weiterhin auch selbst schwer, denn die Gäste bauten die Führung aus. Eine Kopie des ersten Tores verwertete derselbe Stürmer zum 0:2 (36.). Langer Ball nach vorne, verlängert, durch zwei Verteidiger hindurch, drin. Die erste gelbe Karte gab es kurz vor der Halbzeit doch noch für die Gästeelf. Kevin Thönnes war auf der linken Seite praktisch durchmarschiert und wurde unsanft mit einem Tritt ins Knie zum Stoppen gebracht. Hier war der Spieler mit einer Verwarnung noch gut bedient. In der Halbzeit machten wir uns klar, dass noch lange nichts verloren sei. So legten wir auch kurz nach der Halbzeit gut los. Es dürfte die 55. Minute gewesen sein, als Tobias Heldt schön freigespielt wurde und am Sechszehner nur noch mit einem Foul zu stoppen war. Die Notbremse und die damit fällige rote Karte waren an für sich fällig. Doch entschied der Schiedsrichter lediglich auf Freistoß, noch nicht einmal gelb gab es für die Aktion. Zwei weitere gute Angriffsbemühungen wurden ebenfalls jäh durch ein Foulspiel unterbunden. Zwar gab es in der ein oder anderen Situation nun auch den gelben Karton, jedoch stimmte die Verhältnismäßigkeit und die Auslegung der Foulspiele nie und nimmer. So war es leider leichtes Spiel unsere Elf auch weiterhin aus dem Spiel zu nehmen. Auch wenn wir das Spiel nun offener gestalten mussten war das 0:3 (65.) wiederum unnötig und absolut vermeidbar. Ein Fehlpass im Aufbauspiel erreichte den gegnerischen Mittelfeldspieler, dieser schob den Ball durch die Gasse, da die Abwehr noch nicht eng genug zusammenrücken konnte und schon war der Ball in den Maschen. Die müden Gäste beschränkten sich nun nur noch aufs Kontern. Pfeffer war trotzdem noch jede Menge drin. Als Kevin Thönnes an fast derselben Stelle wie in der ersten Hälfte hart zu Fall gebracht wurde gingen die Nerven mit ihm durch. Verständlich, auch wenn man sich besser im Griff haben muss. So schubsten sich er und sein Gegenspieler, der rechte Haken verfehlte den Akteur der Gäste zum Glück. Die Konsequenz war die rote Karte für beide (70.) und eine Rudelbildung. Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten plätscherte das Spiel bis zum Schlusspfiff vor sich hin. Zwar bemühten wir uns weiterhin um einen Treffer, wirkliche Chancen wollten jedoch nicht mehr dabei herausspringen. So glückte uns lediglich noch der Ehrentreffer in der Nachspielzeit, als ein Kirchweiler Spieler außen gestört wurde und blind auf Tobias Heldt zurückspielte, der nur noch einzuschieben brauchte. Fazit: An diesem Tage haben wir uns absolut den Schneid abkaufen lassen. Mit klarer spielerischer Überlegenheit hätte man auch noch zu einem späteren Spielverlauf das entscheidende Tor erzielen können, da selbst mit Härte nicht jede Chance unterbunden werden kann. Durch unnötige Anfängerfehler in der Defensive brachten wir uns jedoch wieder einmal selbst um den Ertrag und stehen wiederum ohne ein Erfolgserlebnis da. Zudem haben wir uns zu sehr von der Gangart der Gäste beeindrucken lassen. Auch wenn die Schuld in erster Linie immer bei sich selbst zu suchen ist gingen viele Foulspiele weit über das Erlaubte hinaus. Doch wenn diese von einem heillos überforderten Schiedsrichter zu keiner Weise unterbunden wird darf man sich über das Ergebnis nicht wundern. So kam das eine zum anderen. Eigenes Unvermögen und das des Schiris ergeben eine verdiente Niederlage. Es spielten: Kevin Fandel – Kevin Thönnes, Daniel Schmidt, Florian Papberg, Thorsten Schmitz – Christian Schmalz, Peter Franzen Markus Fandel Michael Reicherz – Tobias Heldt, Rafael Sopoth 1:3 Tobias Heldt (90.) Wechsel: 40. Sebastian Hepp für Kevin Thönnes 45. Kevin Thönnes für Michael Reicherz 68. Philipp Schüller für Christian Schmalz Rote Karte: Kevin Thönnes |

