Interview mit Markus Fandel

Interview mit Markus Fandel

Du gehst nun bereits in deine neunte Saison als Trainer der Zweiten. Wo nimmst du nach all der Zeit noch immer die Motivation her und was treibt dich an?

Die Motivation kommt aus der Leidenschaft für diesen Sport. Da ist es egal, ob man als Spieler oder als Trainer tätig ist. Der Antrieb als Trainer ist natürlich anders als zur aktiven Zeit. Jetzt ist für mich der Antrieb eigene Erfahrungen und Erlerntes an meine Mannschaft weiter zu geben.

Es ist sicher nicht üblich, als Trainer einer D-Klasse Mannschaft so viel Energie hineinzustecken. Konntest du in all der Zeit Fortschritte erkennen? Nicht nur was die Mannschaft betrifft, auch was die Entwicklung einzelner Spieler angeht, die vereinzelt noch von Beginn an dabei sind?

Es geht nicht immer darum große Fortschritte zu machen oder zu erkennen. Es geht meiner Meinung nach oft vielmehr darum, die Fähigkeiten von Spielern oder einer Mannschaft zu festigen und Abläufe selbstverständlicher zu machen. In den unteren Klassen ist man ja eigentlich froh wenn man eine Spielweise beherrscht, die dann im Training gefestigt werden kann.

Es ist kein Geheimnis, dass Anspruch und Wirklichkeit in unserer Zweiten nicht immer zusammenpassen. Wie schwer ist es, den Spielern die nötige Einstellung zu vermitteln, um das im Training Erlernte im Spiel auch umzusetzen zu können?

Schwer ist da das falsche Wort für mich. Es ist oft das Problem, die Spieler da hinzubekommen, dass einfach mal versucht wird die Vorgaben umzusetzen; z.B. dass es auch in der D-Klasse möglich ist Viererkette zu spielen. Meine Mannschaft kennt es nicht anders. Als wir angefangen haben, sind wir dafür teilweise belächelt oder ausgelacht worden. Aber nur weil man es nicht gezeigt bekommt, heißt das für mich nicht, dass man es nicht kann. Es gibt so viele Punkte, die auch in unteren Klassen umgesetzt werden können, wenn die Spieler einem Glauben schenken. Immer im Rahmen der Möglichkeiten, die man als Spieler und Mannschaft hat.

An der Einstellung mangelt es eigentlich nicht. Die Mannschaft trainiert oft und die Spieler wollen ja auch. In der Vergangenheit war es eher so, dass wir uns zu viel vom Gegner haben beeinflussen lassen. In der D-Klasse ist es halt oft so, dass Zweikämpfe erst zu Ende sind, wenn der Ball weg ist oder der Gegner liegt. Zweiteres bringt uns oft aus dem Spiel. Da müssen wir gelassener werden. Wenn wir dann noch die Trainingseinheiten mehr mit in unser Spiel nehmen, sind wir schon ein unangenehmer Gegner denke ich.

Wie lautet dein Fazit zur abgelaufenen Saison? Wo sahst du die Stärken und Schwächen?

Die abgelaufene Saison war wohl eher mittelprächtig. Wir haben sicherlich drei starke Mannschaften vor uns gehabt, aber der Abstand war meiner Meinung nach zu groß. Dabei geht es nicht um die Platzierung, sondern rein um die Punkteausbeute. Die Saison verlief auch rauf und runter, was die Spielleistung und die Ergebnisse angeht. Wir brauchen da mehr Ausgeglichenheit.

Wie verlief die Vorbereitung? Welche Zu- und Abgänge gab es, gibt es Verletzte zu beklagen und siehst du deine Mannschaft gut gerüstet für die neue Saison?

Die Vorbereitung lief eigentlich ganz ok. Am Anfang hatten wir etwas Probleme die Mannschaft zusammenzubekommen. Seit zwei Wochen etwa sind wir komplett und dann sind auch schon mal 15 oder 16 Spieler auf dem Training (was den Trainer natürlich freut). Neuzugänge haben wir insgesamt vier bzw. fünf mit Leon Schüler, der aus der Jugend kommt. Wir haben dann noch aus Lutzerath die Brüder Fabian und Gabriel Michels bekommen. Die beiden haben einen neuen Verein gesucht, da Lutzerath keine zweite Mannschaft für die neue Saison gemeldet hat. Sie sind vor der Saison auf uns zugekommen, um hier zu spielen. In der letzten Woche ist dann noch Lukas Wagner zu uns gestoßen. Gespielt hat er bisher in Boos/Nachtsheim. Da dort auch keine Zweite gemeldet wird, wollte er eigentlich nach Neroth wechseln. Da dort aber die Mannschaft vor Saisonbeginn abgemeldet wurde, ist er dann kurzfristig zu uns gewechselt. Zudem ist noch Biniam Gezae zu uns gestoßen. Er wohnt seit Sommer in Mehren und hat vorher bei der SG Auel gespielt.

Welches Ziel hat die Mannschaft sich für die neue Saison gesetzt und wer wird Favorit auf den Titel sein?

Favoriten werden Kirchweiler und Kelberg sein denke ich. Dahinter wird es offen sein, es sei denn, wir bringen unser Potential über die Saison auf den Platz. Dann wäre Platz drei sicherlich drin. Das Ziel als Mannschaft sollte aber auf jeden Fall sein, den Abstand nach oben zu verringern.

By | 2017-09-02T00:36:59+00:00 September 1st, 2017|News|0 Comments

About the Author:

Leave A Comment