Umkämpfter Derbysieg im Schneegestöber von Wallenborn
(von Leon Groß)
Wallenborn. Am Mittwochabend gastierten wir bei der SG Wallenborn III. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und umkämpfte Partie, in der der Gastgeber mit mehreren Spielern aus der zweiten Mannschaft verstärkt antrat.
Wir erwischten jedoch den deutlich besseren Start. Von der ersten Minute an waren wir die spielbestimmende Mannschaft, ließen den Ball gut laufen und kamen über ansehnliche Passstafetten zu ersten Halbchancen. Bereits in der 8. Minute wurden wir für unseren Aufwand belohnt. Nach einer schönen Kombination tauchte Felix Hoffmann frei über die rechte Seite vor dem Tor auf und schob souverän zur verdienten 1:0 Führung ein.
In der Folge blieben wir zwar feldüberlegen, taten uns aber schwer, zwingende Torchancen herauszuspielen. Die Gastgeber kamen ihrerseits immer wieder über Kontersituationen gefährlich vors Tor, ohne jedoch wirklich zwingend abzuschließen. Zusätzlich mussten wir im Verlauf der ersten Halbzeit zwei verletzungsbedingte Ausfälle auf der Linksverteidigerposition verkraften, was unsere Stabilität etwas beeinträchtigte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Wallenborn zunächst den Druck und drängte auf den Ausgleich. Doch mitten in diese Phase hinein schlugen wir eiskalt zu. In der 51. Minute nahm erneut Felix Hoffmann einen Ball im vollen Tempo stark mit der Brust an, zog entschlossen aufs Tor und vollendete sicher zum 2:0. Dieser Treffer zeigte Wirkung. Wir gewannen wieder mehr Kontrolle über das Spiel und konnten unseren Ballbesitz ausbauen. Dennoch blieb Wallenborn vor allem über Konter gefährlich und setzte immer wieder Nadelstiche.
Die Schlussphase hatte es dann in sich, nicht nur spielerisch, sondern auch wettertechnisch. Die letzten 20 Minuten fanden bei starkem Schneegestöber statt, wodurch die Sichtverhältnisse deutlich eingeschränkt waren und das Spiel zunehmend zu einer echten Willensleistung wurde. In dieser Phase kam Wallenborn zu deutlich mehr Chancen und hatte dabei auch mehrfach Pech mit Aluminiumtreffern. In der 89. Minute gelang den Gastgebern schließlich noch der Anschlusstreffer zum 2:1. Trotz des enormen Drucks und der widrigen Bedingungen stemmten wir uns in den Schlussminuten mit großem Kampfgeist gegen die Angriffe, verteidigten leidenschaftlich und brachten den Vorsprung über die Zeit.
Am Ende stand ein verdienter Sieg in einer intensiven und kampfbetonten Partie, in der wir vor allem durch eine starke Anfangsphase, effiziente Chancenverwertung und eine aufopferungsvolle Defensivleistung, insbesondere unter schwierigen Wetterbedingungen, überzeugten.
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