Deutliche Niederlage in Nohn

(von Felix Kolf)

Nohn. Nach dem 4:2-Erfolg unter der Woche und dem spielfreien Osterwochenende sah der Spielplan für uns das Auswärtsspiel in Nohn vor, was jedes Jahr sicherlich als eine der schwierigsten Aufgaben im Terminkalender bezeichnet werden kann. Der SV Nohn kämpft in dieser Saison nicht nur um den zweiten Platz in der Liga, der gleichbedeutend mit dem Aufstieg sein kann, sondern schaffte es zudem, mehrere A-Ligisten auszuschalten und in das Pokalfinale des Kreispokals einzuziehen.

Erschwerend kam auf unsere Seite eine sehr angespannte Personalsituation hinzu. Insbesondere in der Defensive mussten wir durch die Ausfälle von Kapitän Maurice Billaudelle, Julian Stolz und Louis Schmitz gleich auf drei Stammspieler der vergangenen Wochen verzichten.

Uns der großen Herausforderung bewusst, gingen wir mit einer sehr defensiven Grundausrichtung in das Spiel, das nicht besser hätte starten können. Mit der ersten Aktion holte Jan Mohrs nach langem Ball von Simon Hahn eine Ecke heraus. Diese führte er selbst aus und fand seinen Bruder Sven Mohrs, der den Ball zum 1:0 über die Linie stocherte (1. Minute).

Leider hielt die Führung nicht lange an und wir mussten nur zwei Minuten später den Ausgleich hinnehmen. Wir schafften es nicht, den Ball ordentlich zu klären, wodurch dieser – sicherlich auch etwas zufällig – nach einem Pressschlag über die linke Angriffsseite der Nohner lief. Von dort flankte der Gegner das Leder in die Mitte, wo Peter Schröder, der derzeitige Top-Torjäger der Liga, nur noch zu seinem 18. Saisontor einschieben musste.

Die folgenden 20 Minuten verschliefen wir kollektiv leider ein Stück weit, sodass Nohn in kurzer Zeit auf 2:1 respektive 3:1 stellen konnte. Während das zweite Gegentor ein unglückliches Ping-Pong Tor nach einer Ecke war, müssen wir uns beim dritten Treffer definitiv Nachlässigkeit beim Verteidigen vorwerfen lassen. Nach einem langen Ball kam der gegnerische Angreifer hier viel zu einfach in eine freie Abschlussposition direkt vor unserem Tor.

Zum Glück konnte Ilias Dzhafarov auch unsererseits für eine schnelle Antwort sorgen und in der 23. Minute nach einem schönen Konter den Anschlusstreffer erzielen. Dieser setzte den Schlusspunkt einer turbulenten Anfangsphase. Gleichzeitig endete damit auch eine unglückliche Spielphase unserer Mannschaft. Wir waren nun besser im Spiel und standen defensiv sehr ordentlich. Auch offensiv konnten wir die ein oder anderen Akzente setzen und Torabschlüsse verbuchen. Letztlich ging es mit einem offenen Zwischenstand in die Pause.

Dieser hielt nach dem Seitenwechsel leider nicht lange an. In der 49. Minute erhielt Nohn einen Freistoß aus guter Position. Während wir noch unserer Mauer stellten, führte der Schütze bereits aus und traf ins leere Tor zum 4:2. Eine sehr unglückliche und für uns bittere Entscheidung des ansonsten sehr gut leitenden Schiedsrichters, hier den Ball schon freizugeben – zumal dies natürlich einen Knackpunkt im Spiel darstellte. Nur wenige Minuten später erhöhte Nohn auf 5:2 und sorgte damit für die frühe Entscheidung (57. Minute). Nach einer Flanke waren wir hierbei leider wieder nicht konsequent genug im eigenen Strafraum.

Im Anschluss flachte das Spiel etwas ab. Nach vorne ging bei uns nicht mehr viel, defensiv standen wir aber weiterhin zum großen Teil ordentlich und gaben uns nicht auf. Positiv hervorzuheben ist hier sicherlich der Kampf, den jeder weiterhin bis zum Spielende annahm. Größter Lichtblick war dabei unser Torhüter Patrick Weinand, der mit mehreren tollen Paraden weitere Gegentreffer verhinderte und in der Schlussphase einen Foulelfmeter stark abwehrte.

Fazit: Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel, in dem man uns den Ausfall wichtiger Stammkräfte anmerkte. Trotz einiger Fehler und der ein oder anderen Nachlässigkeit können wir zumindest mit unserer kämpferischen Einstellung auch etwas Positives aus dem Spiel ziehen. Diese gilt es mit in die Trainingswoche zu nehmen und am Samstag beim Heimspiel gegen den TuS Ahbach II umzusetzen, um zuhause wieder drei Punkte einzufahren.