Die verfluchten Schlussminuten

Dreis-Brück. Wir nahmen uns viel vor, um gegen den Favoriten und Tabellenführer zu punkten. Doch ging es ersatzgeschwächt zur Auswärtspartie, was uns jedoch nicht weiter irritieren sollte. Wir kamen super ins Spiel hinein, nahmen die Zweikämpfe an und erspielten uns immer wieder Torchancen, die wir mal wieder nicht nutzen konnten, was sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht. Die Gastgeber kamen nicht ins Spiel, wurden immer wieder durch unser Pressing im Aufbauspiel gestört.

In der 30. Minute gelang uns endlich das langersehnte Tor, welches sich die Mannschaft redlich verdient hatte. Christian Otten konnte den Ball nach einer schönen Kombination im Tor unterbringen. Wir ließen in der Folge nicht nach und wurden in der 42. Spielminute wieder belohnt. Nach einem Freistoß flog der Ball an die Latte. Den Abpraller nahm Leon Schüler per Volley und netzte zum 2:0 ein. So ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Wideranpfiff gingen wir wie in der ersten Hälfte sofort ins Pressing über und spielten uns immer wieder Chancen heraus. Doch wurden wir in der 75. Minute nach einem ersten groben Fehler sofort bestraft. In der Vorwärtsbewegung ging der Ball verloren, wurde sofort auf den Angreifer gespielt und der Ball zappelte im Netz. Als wäre der Anschlusstreffer nicht schon genug, konnten wir zwei Minuten vor Spielende den Ball im 16er nicht klären, die Heimelf bedankte sich und glich zum 2:2 aus.

Fazit: Einmal mehr ein Spiel, in dem wir unsere Torchancen nicht ausreichend nutzen konnte und am Ende mit fast leeren Händen dastehen. Ein Dreier wäre verdient gewesen, hätte man das Tor getroffen. So bleibt die bittere Erkenntnis, dass wir zum wiederholten Male nicht in der Lage waren den Sack zuzumachen und den Sieg in den Schlussminuten nicht über die Ziellinie brachten. Daran werden wir weiterhin arbeiten.

Michael Lubczynski