Ohne Chance und leider auch ohne Gegenwehr

Ulmen. Nach den zuletzt durchaus positiven Ergebnissen wollten wir auch beim Tabellenzweiten vom SV Ulmen etwas Zählbares mitnehmen. Entsprechend nahmen wir uns vor aggressiv zu spielen, kompakt zu stehen, selber aber auch mutig im Spiel nach vorne zu sein. Allerdings war mit Anpfiff der Partie von den guten Vorsätzen nichts mehr zu sehen. Bereits in den ersten Minuten bestimmte Ulmen das Spiel nach Belieben, ohne dass wir auch nur annähernd in die Zweikämpfe kamen.

Das sollte sich in der gesamten ersten Hälfte nicht mehr ändern, unsere komplette Körpersprache war an diesem Sonntag unterirdisch. Die Mannschaft von Holger Esper nutzte das im Stil einer Spitzenmannschaft der B-Klasse aus und führte bereits nach 28 Minuten durch Tore von Matthias Wolf, Jan Specht und Tobias Denkel mit 3:0. In der 41. Minute traf Lukas Litzen sehenswert aus 17 Metern zum 0:4. Mit diesem, auch in der Höhe verdienten Ergebnis ging es in die Halbzeit.

In den zweiten 45 Minuten ging es für uns nur noch um Schadensbegrenzung und darum uns vernünftig zu verkaufen. Auch weil die Heimmannschaft zwei Gänge zurückschaltete, sollte uns das auch halbwegs gelingen. Zumindest konnten wir verhindern, dass der Gegner sich weiterhin Chancen im Minutentakt erspielte. Trotzdem hatte Ulmen weiterhin alles im Griff und bestimmte deutlich das Spiel. In der 73. Minute mussten wir das 0:5 hinnehmen und konnten am Ende froh sein nicht noch das ein oder andere Tor mehr zu kassieren.

Nach 90 Minuten pfiff der souveräne Schiedsrichter Lukas Schneider die Partie ab, in der wir eine absolut verdiente Niederlage einstecken mussten.

Fazit: Man kann sicherlich in Ulmen verlieren, aber unser Auftritt war mehr als enttäuschend. Keine Laufbereitschaft, kein Zweikampfverhalten und kein erkennbarer Wille, um einem starken Gegner Paroli zu bieten. Hier muss sich für die kommenden Partien dringend etwas ändern, ansonsten wird es schwer in den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause die noch notwendigen Punkte zu holen.

Sebastian Stolz